Transport- und Speicherlösungen

Energie sicher speichern und transportieren


Eine starke Gasinfrastruktur wird auch künftig unverzichtbares Fundament einer nachhaltigen Energieversorgung sein. Über den Energietransport im Gasnetz lässt sich Gas nicht nur über weite Entfernungen bewegen: An dieses Netz sind auch die Gasspeicher angebunden. Dort kann Gas in großen Mengen und saisonal übergreifend gespeichert werden. Das bedeutet: Im Sommer, wenn der allgemeine Gasbedarf abnimmt, können die Speicher gefüllt werden. Im Winter kann dieses Gas bei höherem Bedarf dann wieder ausgespeichert und zu den Verbrauchern transportiert werden.
 

Heute transportieren wir Erdgas, morgen erneuerbare und kohlenstoffarme Gase


Die ONTRAS Gastransport GmbH verantwortet als unabhängiger Fernleitungsnetzbetreiber ein Pipelinenetz mit einer Leitungslänge von 7.700 Kilometern. Dieses Netz bildet das Rückgrat der Gasversorgung in Ostdeutschland und sichert den zuverlässigen Transport für Industrie, Gewerbe und Haushalte. 

Ein leistungsfähiges Netz für Erdgas schafft zugleich die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt: das ONTRAS H2-Startnetz. Als Teil des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes, das im Oktober 2024 durch die Bundesnetzagentur genehmigt wurde, realisiert ONTRAS 600 Kilometer H2-Transportinfrastruktur. Verbraucher und Erzeuger in Ost- und Mitteldeutschland werden so mit Importpunkten und Gasspeichern verbunden. Wichtige Voraussetzungen für den Markthochlauf einer Wasserstoffwirtschaft. 

Das ONTRAS H2-Startnetz ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte von VNG und zentraler Baustein der Transformationsstrategie. 80 Prozent des Startnetzes entstehen dabei durch die Umstellung bereits vorhandener Erdgaspipelines. Das ist ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll und zeigt, welche Rolle eine heute noch fossile Infrastruktur in der Energiewende spielen kann.   

Gasspeicher: Flexibilität für stabile Versorgung


Unsere Tochtergesellschaft VNG Gasspeicher GmbH betreibt Speicheranlagen in Bad Lauchstädt und Bernburg. Zusammen mit dem Speicherstandort Etzel vermarktet VGS Speicherkapazitäten von insgesamt rund 31 Terawattstunden und ist damit drittgrößter Speicherbetreiber in Deutschland.

Gasspeicher ermöglichen die zeitliche Entkopplung von Beschaffung und Verbrauch. Sie gleichen saisonale Schwankungen aus, stabilisieren den Netzdruck und bieten einen verlässlichen Puffer für kurzfristige Marktveränderungen, etwa infolge witterungsbedingter Einflüsse oder geopolitischer Krisen. Zugleich eröffnen sie Marktteilnehmern die Möglichkeit, Gas flexibel zu speichern und gezielt einzusetzen. So tragen Gasspeicher zur Preisstabilität und zur Funktionsfähigkeit der Gasmärkte bei.

Mit der zunehmenden Integration erneuerbarer Energien im Energiesystem gewinnen Speicher weiter an Bedeutung. Insbesondere Kavernenspeicher könnten künftig als Wasserstoffspeicher genutzt werden und so die Transformation des Energiesystems unterstützen. Im Vergleich zu Strom können Gasmoleküle einfacher in großen Mengen über lange Zeiträume gespeichert werden. Gasspeicher werden dadurch zur Brücke zwischen volatiler Erzeugung und konstantem Verbrauch: Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft oder Photovoltaik kann in Elektrolyseuren zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden. Dieser lässt sich perspektivisch in geeigneten Gasspeichern langfristig einlagern und flexibel abrufen – um beispielsweise auch in Zeiten von Dunkelflauten ohne Wind und Sonne erneuerbaren Strom zu erzeugen. 
 

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Studie-Gasinfrastruktur

Der Wert der Gasinfrastruktur für die Energiewende in Deutschland