VNG und SONATRACH vertiefen Zusammenarbeit bei grünem Wasserstoff und Methanemissionsreduktion

VNG AG

Wissenschaftlich-technische Kooperation zielt auf Aufbau von Wasserstofflieferketten und Emissionsminderung entlang der Gaswertschöpfungskette

Der Leipziger Energiekonzern VNG AG und der algerische Konzern SONATRACH haben ein neues Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit nach Auslaufen eines ersten MoUs im Bereich grüner Wasserstoff fortzusetzen und die Zusammenarbeit bei der Reduktion von Methanemissionen auszubauen.

Im Bereich der grünen Gase wollen VNG und SONATRACH gemeinsam Möglichkeiten untersuchen, eine Lieferkette für grünen Wasserstoff aus Algerien nach Europa, insbesondere nach Deutschland, aufzubauen. Im Mittelpunkt stehen Machbarkeitsstudien für Produktions- und Transportlösungen sowie der fachliche Austausch zu regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Markthochlauf. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit die bestehenden Gaspipelines in Algerien künftig für den Transport von Wasserstoff umgewidmet werden können. 

Darüber hinaus umfasst die Vereinbarung gemeinsame Initiativen, um Methanemissionen entlang der Gaswertschöpfungskette weiter zu reduzieren. Hierzu wollen VNG und SONATRACH ihren Erfahrungsaustausch vertiefen sowie konkrete gemeinsame Projekte entwickeln.
Mit der Vereinbarung unterstreichen SONATRACH und VNG ihr verbindendes Interesse, gemeinsam zu einer sicheren, diversifizierten und emissionsärmeren Energieversorgung in Deutschland und Europa beizutragen.

„Der Bedarf an emissionsarmen Energieträgern in Deutschland und Europa wächst stetig. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, wird Europa weiterhin in hohem Maße auf entsprechende Importe angewiesen sein. Algerien bietet dafür langfristig großes Potenzial. Deshalb freue ich mich, dass wir unsere Zusammenarbeit mit SONATRACH in diesem wichtigen Bereich weiterführen und vertiefen. Gleichzeitig ist die Reduktion von Methanemissionen entlang der Gaswertschöpfungskette ein zentraler Hebel für den Klimaschutz. Der enge Austausch mit SONATRACH schafft hierfür eine wichtige Grundlage. Unser gemeinsames Ziel ist es, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung miteinander zu verbinden“, erläutert Hans-Joachim Polk, Mitglied des Vorstands der VNG AG.

SONATRACH: „Damit stärken wir die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Unternehmen. Das MoU ist Ausdruck unseres gegenseitigen Vertrauens und unseres gemeinsamen Engagements, die spezifischen Herausforderungen anzugehen, vor denen unsere Branche steht. Es verdeutlicht zudem SONATRACHs Bestrebungen, den Übergang zu klimaneutralen Energiequellen zu unterstützen und zum Klimaschutz beizutragen. In dieser neuen Phase beabsichtigen wir, auf unseren bisherigen Erfolgen aufzubauen. Wir wollen neue Synergien bei der Produktion und dem Transport von grünem Wasserstoff und dessen Derivaten erschließen sowie bei der Reduzierung von Methanemissionen. Wir sind zuversichtlich, dass diese neue Phase noch erfolgreicher sein wird.“

Kooperationen wie die zwischen VNG und SONATRACH leisten dazu einen konkreten Beitrag: Sie helfen, Methanemissionen nachhaltig zu senken und gleichzeitig die Basis für langfristig stabile Energiepartnerschaften zu stärken. Damit tragen sie wesentlich zur Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa bei.

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ÜBER VNG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig steht als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur für eine sichere Versorgung mit Gas in Deutschland. Mit der Strategie „VNG 2030+“ verfolgt VNG darüber hinaus einen ambitionierten Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff und bereitet damit den Weg in ein nachhaltiges, versorgungssicheres und perspektivisch klimaneutrales Energiesystem der Zukunft.

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VNG und Sonatrach unterzeichnen MoU

(v.l.n.r.) Hans-Joachim Polk (VNG AG), Ferhat Ounoughi (SONATRACH), Ulf Heitmüller (VNG), Nour Eddine Daoudi (SONATRACH), Konstantin von Oldenburg (VNG H&V); Bildquelle: SONATRACH