Trotz Dekarbonisierung: Gas auch 2050 noch wichtig

Eine neue META-Studie der VNG-Gruppe hat die Bedeutung von Gas im Energiesystem der Zukunft untersucht.

Alles Elektro in einigen Jahrzehnten und von Gas keine Spur mehr? Fehlanzeige! Laut einer neuen Metastudie zur Sektorenkopplung, die die VNG-Gruppe in Auftrag gegeben hat, könnten Gas, die Gasinfrastruktur und Power-to-Gas als Technologie eine wesentliche Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen.

Die META-Studie basiert auf der Auswertung von insgesamt zehn Studien (u. a. Fraunhofer, dena, BDI, ewi ER&S, Öko-Institut), die sich in den vergangenen Monaten ebenfalls mit Szenarien zur Erreichung der klimapolitischen Ziele beschäftigt haben.

Die Analyse zeigt, dass ein breiter Konsens darüber besteht, dass die Gasinfrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann. In der Mehrheit der Studien verbleibt auch in 2050 und auch bei weitreichender Dekarbonisierung ein relevanter Gasverbrauch von mehr als 600 TWh (zum Vergleich: 2017 der Verbrauch bei 985 TWh). „Die META-Studie macht deutlich, dass Gas, die Gasinfrastruktur und neue Technologien wie Power-to-Gas für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar sind“, unterstreicht Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG.

Zudem legt die Studienlage offen, dass in den Szenarien mit einer Senkung von CO2-Emissionen um mehr als 90% bis 2050 gegenüber 1990 in vielen Sektoren kein Konsens über geeignete Technologien und Strategien ableitbar ist. Darüber hinaus zeichnen die ausgewerteten Studien kein eindeutiges Bild zu den notwendigen Maßnahmen und Anreizstrukturen, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der großen Anzahl unsicherer Annahmen sollte daher eine Strategie der Technologie- und Innovationsoffenheit fortgeführt werden. Insbesondere im direkten Vergleich mit reinen Elektrifizierungsszenarien sind technologieoffene Szenarien kostengünstiger.

„In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Studien zur Sektorenkopplung veröffentlicht, wodurch die Komplexität stetig angestiegen ist. Aus unserer Sicht leistet diese META-Studie daher einen wichtigen Beitrag, um die komplexe wissenschaftliche Debatte transparenter zu machen und in der Praxis klare Schlussfolgerungen für die Energiewende ziehen zu können“, resümiert Heitmüller.

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