Gas und Gasinfrastruktur sind zentrale Elemente einer kostengünstigen Energiewende

3. Mai 2018
VNG AG
VNG-Gruppe veröffentlicht META-Studie zur Sektorenkopplung

Heute hat die VNG-Gruppe die „META-Studie zur Sektorenkopplung: Analyse einer komplexen Diskussion“ veröffentlicht. Die META-Studie basiert auf der Auswertung von insgesamt zehn Studien (u. a. Fraunhofer, dena, BDI, ewi ER&S, Öko-Institut), die sich in den vergangenen Monaten ebenfalls mit Szenarien zur Erreichung der klimapolitischen Ziele beschäftigt haben. Ziel der META-Studie ist es, robuste Schlussfolgerungen und nachvollziehbare Argumente für politische Entscheidungsträger zu unterschiedlichen Strategien der Sektorenkopplung aufzuzeigen. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zu einem der zentralen Themen der derzeitigen Legislaturperiode geleistet: Die erfolgreiche Gestaltung der Sektorenkopplung im Sinne einer intelligenten Vernetzung von Strom- und Gasinfrastruktur.

Studienkonsens: Gas & Gasinfrastruktur spielen bei weitreichender Dekarbonisierung wichtige Rolle

In allen Studien besteht ein Konsens darüber, dass Gas und die Gasinfrastruktur (insbesondere das Gas-Fernleitungsnetz und die Gasspeicher) einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können und somit die Existenz der Infrastruktur zu sichern ist. „Die META-Studie macht deutlich, dass Gas, die Gasinfrastruktur und neue Technologien wie Power-to-Gas für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar sind“, unterstreicht Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG. Die betrachteten Studien zeigen mehrheitlich auf, dass es auch bei einer weitreichenden Dekarbonisierung bis 2050 einen relevanten Gasverbrauch von mehr als 600 TWh pro Jahr geben wird.        

Ausbau von Power-to-Gas notwendig

Die META-Studie stellt heraus, dass Power-to-Gas die Innovationsrolle einer „Deep-Decarbonization“-Technolo­gie zugesprochen wird, die eine Reduktion der CO2-Emissionen um mehr als 80 % ermöglicht. Mit einem anwachsenden Ambitionsniveau der CO2-Reduktion steigt somit auch die Relevanz der Nutzung von Power-to-Gas-Technologien. Deshalb geht eine Mehrheit der Studien davon aus, dass schon in den 2020er-Jahren ein signifikanter Ausbau der Power-to-Gas-Infrastruktur notwendig sein wird.

Kostengünstige Dekarbonisierung mit Technologie- und Innovationsoffenheit möglich

Die Studienlage legt offen, dass in den Szenarien mit einer Senkung von CO2-Emissionen um mehr als 90% bis 2050 gegenüber 1990 in vielen Sektoren kein Konsens über geeignete Technologien und Strategien ableitbar ist. Darüber hinaus zeichnen die ausgewerteten Studien kein eindeutiges Bild zu den notwendigen Maßnahmen und Anreiz­strukturen, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. Vor dem Hintergrund der großen Anzahl unsicherer Annahmen sollte daher eine Strategie der Technologie- und Innovations­offenheit fortgeführt werden. Insbesondere im direkten Ver­gleich mit reinen Elektrifizierungsszenarien sind technologieoffene Szenarien kostengünstiger.

Die META-Studie gibt neben robusten sektoralen Strategien auch konkrete Handlungsempfehlungen für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. „In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Studien zur Sektorenkopplung veröffentlicht, wodurch die Komplexität stetig angestiegen ist. Aus unserer Sicht leistet diese META-Studie daher einen wichtigen Beitrag, um die komplexe wissenschaftliche Debatte transparenter zu machen und in der Praxis klare Schlussfolgerungen für die Energiewende ziehen zu können“, resümiert Heitmüller.

Die META-Studie Sektorenkopplung „Analyse einer komplexen Diskussion“ wurde von der Unternehmensberatung enervis energy advisors GmbH im Auftrag der VNG-Gruppe durchgeführt.

PDF icon Zur Studie

Hintergrund zur „META-Studie Sektorenkopplung: Analyse einer komplexen Diskussion“:

Die berücksichtigten Studien wurden in einem transparenten zweistufigen Prozess ausgewählt, insbesondere anhand der Relevanz und Methodik der Studien. Insgesamt werden in der META-Studie zehn Studien analysiert, die insgesamt 2.355 Seiten umfassen. Dazu wurden diejenigen Studien ausgewählt, die sektorenübergreifende und modellgestützte Analysen zu möglichen Szenarien zur Erreichung der klimapolitischen Ziele (-80 bis -95 % vs. 1990 bis zum Jahr 2050) für Gesamtdeutschland beinhalten.

VNG-Gruppe

Die VNG-Gruppe mit dem in Leipzig ansässigen Mutterunternehmen VNG AG ist ein Unternehmensverbund der europäischen Gaswirtschaft mit 15 vollkonsolidierten Gesellschaften in acht Ländern. Das Kerngeschäft gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche Exploration & Produktion, Handel & Vertrieb, Transport sowie Speicher. Die VNG-Gruppe beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von rund 10,3 Mrd. Euro.