VNG-Tochter BALANCE Erneuerbare Energien erwirbt zwei Biogasanlagen der GASAG AG in Brandenburg

Biogasanlage Schwedt (Bild: Gasag)
17. August 2020
BALANCE Erneuerbare Energien GmbH
Anlagen in Schwedt/Oder vergrößern Biogasportfolio um rund 12 MW(FWL)

Die 100-prozentige VNG-Tochter BALANCE Erneuerbare Energien GmbH (BALANCE), hat die GASAG Bio-Erdgas Schwedt GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der GASAG AG, erworben. Die dazu gehörigen Anlagen Schwedt I und Schwedt II befinden sich in Schwedt/Oder im nordöstlichen Brandenburg (Landkreis Uckermark) und verfügen über eine Gesamt-Feuerungswärmeleistung von rund zwölf Megawatt (MWFWL).

Die in Leipzig ansässige BALANCE einigte sich mit dem bisherigen Gesellschafter auf die Übernahme der Anlagen und des für die Betriebsführung am Standort beschäftigten Personals. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Mit dem Erwerb verfügt BALANCE nun über ein Portfolio von 32 Anlagen in Nord- und Ostdeutschland mit einer Gesamtleistung von rund 118 MWFWL. Damit gehört das Unternehmen zu den führenden Biogaserzeugern in Deutschland.

„Ich bin sehr erfreut darüber, dass BALANCE ein weiterer Schritt auf dem ambitionierten Wachstumspfad gelungen ist. Mit dem Erwerb des Anlagenstandorts Schwedt haben wir ein echtes Flaggschiff in unserem Biogas-Portfolio“, sagt Hans-Joachim Polk, Vorstandsmitglied der VNG. „Der Standort in Brandenburg wird einer der größten innerhalb des BALANCE-Portfolios sein und trägt damit wesentlich zum Erreichen unserer Wachstumsstrategie im Bereich grüner Gase bei.“

GASAG-Vorstandmitglied Matthias Trunk erläuterte: „Aufgrund veränderter wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten auf dem Biogas-Markt haben wir uns zu dem Verkauf entschlossen. Wir freuen uns, dass unsere Anlagen in die Hände eines auf die Produktion von Biogas spezialisierten Unternehmens kommen und werden mit der BALANCE künftig partnerschaftlich beim Bezug von Biogas zusammenarbeiten. Bei dem Ausbau unserer Erneuerbaren-Kapazitäten werden wir uns auf die Eigenentwicklung von Windparks und auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen fokussieren.“ 

Bei Schwedt I handelt es sich um eine Biogasaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 700 Normkubikmetern pro Stunde (Nm³/h), bei Schwedt II um eine Verstromungsanlage nach EEG mit einer installierten Gesamtleistung von 2760 Kilowatt elektrisch (kWel). Mit dem Erwerb unterstreicht der VNG-Konzern seine in der Konzernstrategie „VNG 2030+“ hinterlegten Ambitionen, künftig eine wesentliche Rolle in der Wertschöpfungskette klimaneutraler Gase einzunehmen. „Im Zuge unseres Wachstums der letzten Monate möchte ich betonen, wie sehr uns neben einer eigenen Betriebsführung der Anlagen auch die regionale Wertschöpfung am Herzen liegt. BALANCE investiert nicht nur in Anlagenkonzepte, sondern entwickelt diese im jeweiligen regionalen Kontext durch stetige Optimierungsprozesse konsequent weiter“, erläutert BALANCE-Geschäftsführer Thomas Fritsch. 

Über die BALANCE Erneuerbare Energien GmbH    
Die BALANCE Erneuerbare Energien GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der VNG AG. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten von VNG im Bereich alternativer Energien und Energieeffizienztechnologien. Dabei konzentriert sich BALANCE auf die umfassende professionelle Projektentwicklung und die Beteiligung an Biogas- sowie Bioerdgas-projekten. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 85 Mitarbeiter. Die Geschäftsführung teilen sich Thomas Fritsch und Friedrich Nollau. Weitere Informationen finden Sie unter: www.balance-vng.de.

Über die VNG AG    
Die VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften, einem breiten, zukunftsfähigen Leistungsportfolio in Gas und Infrastruktur sowie einer über 60-jährigen Erfahrung im Energiemarkt. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen abgerechneten Umsatz von rund 10,5 Milliarden Euro. Entlang der Gaswertschöpfungskette konzentriert sich VNG auf die vier Geschäftsbereiche Handel & Vertrieb, Transport, Speicher und Biogas. Ausgehend von der Kernkompetenz in Gas richtet VNG mit der Strategie „VNG 2030+“ ihren Fokus zunehmend auf neue Geschäftsfelder. Dazu zählen unter anderem Grüne Gase und digitale Infrastruktur.