Der einfache Energieausweis aus der Cloud

Trotz gesetzlicher Pflicht tun sich Immobilienbesitzer noch immer schwer mit Energieausweisen für ihre Gebäude. Zu hoch sind für sie Bürokratie, Aufwand und Kosten. Abhilfe schafft ein innovativer Online-Berater der Firma iGEB GmbH & Co. KG (iGEB), der einfach, sicher und mit automatischer Fehlererkennung arbeitet – und über Online-Anbindung von überall erreichbar ist.

Energieausweis

Für Frank Richert, Geschäftsführer vom Institut für Gebäude Energie Beratung (iGEB), ist die Sache ganz klar: „Energieeffizienz ist ein sehr bürokratisches und komplexes Thema und schon deshalb wollen sich viele Gebäudebesitzer erst gar nicht damit beschäftigen.“ Richert muss es wissen, immerhin ist er seit über 20 Jahren im Geschäft, hat mehr als 7.000 Energiebedarfsausweise ausgestellt und mehrere hundert Konzepte für Energiemanagementsysteme verfasst. Seiner Meinung nach würden sich die wenigsten Immobilieneigentümer mit der für sie eigentlich wichtigen Energieeinsparverordnung auskennen, in der die gesetzlichen Mindestanforderungen zum effizienten Energieverbrauch vorgeschrieben sind. Seine Aussagen decken sich auch mit den Ergebnissen einer Umfrage vom Immobilienverband IVD. Weniger als sechs Prozent der Immobilieneigentümer verfügen demnach über „sehr gute” oder „gute” Kenntnisse der Energieeinsparverordnung (EnEV) und den Aussagen zum Energieausweis. 95 Prozent der Teilnehmer machen das daran fest, dass die EnEV rechtlich zu kompliziert gestaltet ist. „Viele Immobilieneigentümer wissen nicht, wo der Ausweis beantragt werden kann und wenn sie es doch wissen, dann scheuen sie ihn oftmals wegen der damit verbundenen Kosten und des Aufwands“, sagt Richert.

BUSSGELDER DROHEN

Dabei ist die Bescheinigung über die Energieeffizienz von Wohn- und Nichtwohngebäuden seit 2007 in der EnEV gesetzlich vorgeschrieben. Seit Mai 2014 gelten nochmals verschärfte Bedingungen. Vermieter und Verkäufer einer Immobilie müssen den Ausweis seither vorweisen und auch große öffentliche und nichtöffentliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr wie Hotels, Fitnessstudios und Kaufhäuser müssen ihn gut sichtbar aushängen. Andernfalls drohen Strafen. Noch hat es Richert zwar nicht erlebt, dass Bußgelder im Zusammenhang mit Energieausweisen verhängt worden sind, auch weil die jeweiligen Bundesländer in den zuständigen Behörden das nötige Personal für Prüfungen fehle. Aber es sei nur eine Frage der Zeit, bis Kanzleien auf Fehler mit Energieausweisen aufmerksam werden und Immobilienbesitzer abmahnen würden.

Gebäudeenergieausweis
Wer eine Wohnung oder ein Gebäude vermietet, verkauft oder verpachtet, muss einen Energieausweis vorlegen. Darin befinden sich Informationen zum jährlichen Energieverbrauch, zur Art des Heizens sowie Vorschläge zur Verbesserung der Effizienz. Aufgrund der Größe und des Alters einer Immobilie wird ein Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis ausgestellt, der jeweils zehn Jahre gültig ist. Für alle Gebäude, die mindestens den Standard der ersten Wärmeschutzverordnung von 1978 erfüllen, besteht Wahlfreiheit zwischen dem Energiebedarfs- und Energieverbrauchsausweis. Für nicht energetisch sanierte Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten und der Bauantragsstellung vor dem 1. November 1977 ist der Energiebedarfsausweis Pflicht. Baudenkmäler brauchen keinen Energieausweis. Bei dem Energiebedarfsausweis werden alle bau- und anlagentechnischen Daten des Gebäudes erfasst und damit eine Energiebilanz nach Norm berechnet. Beim Energieverbrauchsausweis werden die Energieverbräuche von mindestens 36 aufeinanderfolgenden Monaten unter Berücksichtigung von Leerständen und dem örtlichen Klima für die Energiekennzahlermittlung verwendet.

ALLES EINFACH ONLINE

„Das Rezept, um Immobilienbesitzer vom Energieausweis zu überzeugen, heißt Einfachheit und Sicherheit. Sie möchten den Ausweis ohne großen Aufwand beantragen und sich dabei sicher fühlen, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind“, wirbt Energiesparprofi Richert deshalb. Mit diesem Anspruch hat er vor zwei Jahren sein Energieberatungsunternehmen gegründet und eine innovative Lösung entwickelt. Mit dem Online-Energieausweistool lassen sich Energieausweise schnell und gesetzeskonform erfassen. „Mit unserem Softwareprodukt können Gebäude einheitlich sowie ganzheitlich betrachtet und berechnet werden. Dafür stehen eine Vielzahl vordefinierte Gebäudebauteile zur Auswahl, aber auch komplexe Beschaffenheiten wie Heizungsanlagen und Lüftungstechnik. Die Eingabe aller Werte wird damit wesentlich vereinfacht. Das bedeutet nicht nur mehrere Stunden Zeitersparnis, sondern auch einen günstigeren Preis“, erklärt Richert. Das System funktioniert zudem webbasiert, d. h. die Dateneingabe kann von überall, von jedem Gerät aus und immer mit der neuesten Softwareversion erfolgen. Kunden können die Eingaben entweder alleine machen oder die Hilfe von erfahrenen iGEB-Beratern hinzuziehen. „Das wird vor allem von Unternehmen und Immobilienverwaltern in Anspruch genommen, die für ihre Gebäude einen Bedarfsausweis benötigen und sehr viel Fläche zu analysieren haben. In manchen Fällen sind jedoch Aufmaße vor Ort und Einschätzungen zur Gebäudetechnik und zur Heizung erforderlich“, so Richert.

KUNDEN-SERVICE-TOOL FÜR ENERGIEVERSORGER

Laut Richert ist die Online-Lösung nicht nur für Energieberater, Wohnungsgesellschaften, Immobilienmakler oder Gewerbeunternehmen geeignet, sondern insbesondere auch für Energieversorger. „Wir haben ein Webportal, das Energieversorger in ihrem Design gestalten und für ihre Endkunden nutzen können. Sie haben praktisch keinen Aufwand, weil wir im Hintergrund alle Eingaben der Kunden auf Richtigkeit prüfen und auf Wunsch auch mit Rat und Tat zur Seite stehen“, erzählt er. Seit dem Start des Tools hätten bereits zwölf Stadtwerke und Energieversorger das Angebot angenommen. Unter ihnen sind die Stadtwerke Weißwasser, die das Tool seit 2015 nutzen. Anlass war die Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes und die Verpflichtung für Vermieter und Verkäufer, Energieausweise auszustellen. Als Energie- und Wasserversorger wolle man seinen Kunden diesen Service und diese Dienstleistung natürlich mit anbieten, bestätigt der kommunale Energieversorger aus der Oberlausitz. Auch der Strom- und Gasanbieter goldgas verwendet die Software und bietet Endkunden den Energiebedarfsausweis zum Festpreis an. „Für unsere Großkunden aus den Bereichen Industrie, Wohnungswirtschaft und Gewerbe haben wir den Service beim komplizierteren Bedarfsausweis sogar ausgeweitet. Wir unterstützen sie auch mit persönlichen Energieberatungsgesprächen vor Ort und gehen mit ihnen gemeinsam alle wichtigen Details durch, die wir für den Ausweis benötigen“, erklärt Claudia Ernst von goldgas.

Noch ist das Interesse der Energieversorger am Online-Energieausweis allerdings verhalten, bestätigt iGEB-Chef Richert: „Dabei haben sie die Rechnungen ihrer Kunden im System und könnten ohne großen Aufwand zusätzliche Servicepakete für Energieverbrauchsausweise ausstellen.“ Deshalb wirbt er auf Branchenveranstaltungen und Energiesparforen schon fast gebetsmühlenartig für seine in Deutschland einmalige Online-Beratungssoftware. „Aller Anfang ist schwer. Aber es ist wie beim Reduzieren des Energieverbrauchs: Auch diesen Erfolg sieht man nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit“, so Richert.

Sie haben noch Fragen zum Energieausweis und zu iGEB?
iGEB GmbH & Co. KG
Frank Richert
f.richert@i-geb.de
www.i-geb.de


PDF icon Der einfache Energieausweis aus der Cloud