Geschichte der VNG-Gruppe

Die Wurzeln der VNG AG liegen seit mehr als 50 Jahren in Ostdeutschland. Hier wurde 1958 die „Technische Leitung Ferngas“ als Direktionsbereich des Stromversorgers VEB Verbundnetz West in Dessau gegründet. Am 29. Juni 1990 folgte im Zuge der deutsch-deutschen Wirtschafts- und Währungsunion die Gründung der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG AG) in Leipzig, als erstes vollständig privatisiertes Unternehmen Ostdeutschlands.
Dezember 1999

Nach zweieinhalbjähriger Vorbereitung in allen Bereichen der VNG zertifiziert der TÜV Süddeutschland das prozessorientierte Integrierte Qualitätsmanagement-System (IQM) mit den Bausteinen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement. VNG übernimmt dabei eine Vorreiterrolle im Bereich der Energiewirtschaft.

29. Juni 1999

Mit dem Eintrag ins Handelsregister (HRB 15861) am 29.Juni 1999 nimmt die GDM, Gesellschaft für Dokumentationsmanagement und Systemdienstleistungen mbH, ihre Geschäftstätigkeit auf. Geschäftsführer sind Sigmar Schubert und Ulrich Halfmann. Die GDMcom ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der VNG.

1998

Neuer Honorarkonsul des Königreichs Norwegen für den Freistaat Sachsen ist Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, VNG-Vorstandsvorsitzender. Anfang März erhält er seine von König Harald V. unterzeichnete Ernennungsurkunde.

Mai 1997

Am 9. Mai um 18.00 Uhr nimmt das neue Regelzentrum Gas – Herzstück des im März bezogenen neuen Stammsitzes – seinen Betrieb auf. Damit verfügt die VNG über eine der modernsten Dispatchingzentralen Europas.

März 1997

An nur einem Wochenende ziehen die 500 Mitarbeiter der VNG aus den Standorten in Leipzig und Böhlitz-Ehrenberg in den neuen Hauptsitz in der Braunstraße 7 im Gewerbegebiet Leipzig-Nordost.

Oktober 1996

Der Lieferbeginn für norwegisches Erdgas wird mit einem beeindruckenden Festakt in Leipzig im Beisein von Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth gewürdigt.

Juni 1995

Die letzte Stadtgasflamme in Ostdeutschland erlischt in Leipzig. Damit ist die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas in nur viereinhalb Jahren vollzogen. Über diesen Zeitraum investierte allein VNG rund 1,5 Mrd. DM in die Umstellung von rund 6100 Kilometern Hochdruckleitungen auf Erdgas, den Bau von rund 700 Kilometern Leitungen und die Erhöhung der Speicherkapazität ihrer Untergrundspeicher für Erdgas. 

Januar 1994

Die VNG unterzeichnet einen Vertrag über russische Erdgaslieferungen für 20 Jahre mit der Wintershall Erdgas Handelshaus GmbH (WIEH) Berlin. Die Diversifizierung der Gasbezüge ist damit langfristig vertraglich gesichert.

September 1992

Anschluss des VNG-Netzes an das westdeutsche Erdgas-Verbundsystem bei Vitzeroda an der thüringisch-hessischen Grenze. Die einseitige Abhängigkeit vom russischen Erdgas ist damit aufgehoben. Mit Beginn der Erdgaslieferungen der Ruhrgas AG strömt erstmals Erdgas aus Westeuropa nach Ostdeutschland.

Juni 1992

Als erste Stadtgasspeicher werden die beiden Untergrundgasspeicher Ketzin und Kirchheiligen auf Erdgas umgestellt.

September 1991

Die restlichen 55 Prozent der bei der Treuhandanstalt verbliebenen VNG-Aktien werden verkauft: Zu Ruhrgas (35%) und BEB (10%) kommen die Aktionäre Wintershall Erdgas GmbH Kassel (15%+1 Aktie), die VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Köln (15%-1 Aktie, 14 ostdeutsche Städte: Berlin, Brandenburg, Chemnitz, Cottbus, Dresden, Erfurt, Görlitz, Halle, Jena, Leipzig, Nordhausen, Potsdam, Rostock und Schwerin) ELF Netzgas GmbH Düsseldorf (5%), British Gas Deutschland GmbH (5%), Den norske stats oljeselskap a.s. (STATOIL) Stavanger (5%), Erdöl-Erdgas Gommern Transport GmbH (5%) und Zarubezhgaz-Erdgashandel-Gesellschaft mbH Berlin (5%).

Herbst 1990

In einem ersten Schritt verkauft die Treuhandgesellschaft am 16. August 1990 45 % der Aktien an die Ruhrgas AG Essen (35 Prozent) und die BEB Brigitta Erdgas und Erdöl GmbH Hannover (10 Prozent). Das gezeichnete Kapital beträgt 540 Millionen DM. Alle Aktien sind Namensaktien.

29. Juni 1990

Zwei Tage vor Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion zwischen den damals noch zwei deutschen Staaten erfolgt die Umwandlung des VEB Verbundnetz Gas in die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft. Alle Aktien werden anfangs von der Treuhandgesellschaft in Berlin gehalten. Den ersten – noch als vorläufig bestellten - Vorstand bilden Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, Lutz Hänsel, Dr.-Ing. Werner Hauenherm, Otto Hülsenbeck und Sigmar Schubert.

April 1990

Am 1. April 1990 ist die Herauslösung des VEB Verbundnetz Gas aus dem Gaskombinat "Schwarze Pumpe" abgeschlossen und damit die Selbständigkeit des VEB Verbundnetz Gas gegeben. Abschluss eines Erdgasbezugsvertrags mit der Ruhrgas AG Essen, über den Bezug von zwei Milliarden Kubikmetern Erdgas.