Geschichte der VNG-Gruppe

Die Wurzeln der VNG AG liegen seit mehr als 50 Jahren in Ostdeutschland. Hier wurde 1958 die „Technische Leitung Ferngas“ als Direktionsbereich des Stromversorgers VEB Verbundnetz West in Dessau gegründet. Am 29. Juni 1990 folgte im Zuge der deutsch-deutschen Wirtschafts- und Währungsunion die Gründung der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG AG) in Leipzig, als erstes vollständig privatisiertes Unternehmen Ostdeutschlands.
1986

Abschluss des „Jamburg-Abkommens“* am 20. Januar 1986.

Für die deutsche Seite umfasste das Jamburg-Abkommen zwischen 1986 und 1998 folgende Leistungen im Gesamtwert von ca. 1,2 Milliarden transferablen Rubeln: Verlegen von Erdgasleitungen und Errichten von Verdichterstationen, Liefern von Rohrleitungen und Ausrüstungen sowie Bereitstellen finanzieller Mittel, z. T. in frei konvertierbarer Währung.

Als Gegenleistung lieferte die russische Seite zwischen 1989 und 1998 insgesamt ca. 24 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Ostdeutschland."Urengoi-Abkommen" - im Rahmen dieses Erdgaslieferabkommens zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR verpflichtet sich die UdSSR zu langfristig zuverlässigen Erdgaslieferungen von 0,7 Mrd. m³ pro Jahr. Im Gegenzug verpflichtet sich die deutsche Gegenseite auf dem Gebiet der UdSSR Erdgasleitungen zu verlegen, Verdichterstationen zu errichten und Ausrüstungen bereitzustellen

Nach der Wende wurde das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation weitergeführt. Die VNG übernahm die im Rahmen dieses Abkommens gelieferten Erdgasmengen an der ukrainisch/slowakischen Grenze.

1982

"Urengoi-Abkommen" - im Rahmen dieses Erdgaslieferabkommens zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR verpflichtet sich die UdSSR zu langfristig zuverlässigen Erdgaslieferungen von 0,7 Mrd. m³ pro Jahr. Im Gegenzug verpflichtet sich die deutsche Gegenseite auf dem Gebiet der UdSSR Erdgasleitungen zu verlegen, Verdichterstationen zu errichten und Ausrüstungen bereitzustellen.

1974

Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden die drei Untergrundgasspeicher - Bernburg (1974), Buchholz (1976) und Bad Lauchstädt (1976) - mit einer Gesamtkapazität von 1490 Mio. Kubikmeter in das Import-Erdgas-System integriert.

Anfang der 80er-Jahre: Der Wunsch nach Gas zum Heizen nimmt in der Bevölkerung der DDR in den 80er Jahren immer mehr zu. Doch bis Ende 1989 erhalten nur zwei Prozent der Haushalte Gas zum Heizen, weitere drei Prozent heizen mit aus Gas erzeugter Fernwärme. Der überwiegende Teil des kostbaren Importerdgases wird in der Industrie und zur Stadtgasproduktion eingesetzt.

1973

Die DDR erhält erstmals russisches Erdgas. Die importierten Mengen entwickeln sich von 2,7 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1974) auf 6,5 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1989). Die Übernahme des Erdgases durch den VEB Verbundnetz Gas erfolgt bei Uzgorod/ Velke Kapusany an der ukrainisch-slowakischen Grenze. Das Erdgas wurde auf der Grundlage langfristiger Transitverträge durch die ehemalige CSSR nach Sayda transportiert, dort nachverdichtet und in das Import-Erdgas-(IEG)-System eingespeist.

1970

Das Gaskombinat "Schwarze Pumpe" wird gebildet, ihm wird der VEB Verbundnetz Gas zugeordnet.