VNG-Gruppe investiert in Gefahrenabwehr im Rahmen der Industrial Security

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5. April 2018
VNG Innovation GmbH
VNG Innovation GmbH geht Partnerschaft mit Rhebo GmbH ein und fördert Anomalieerkennung für industrielle Netzwerksicherheit

Die VNG Innovation GmbH ist eine strategische Partnerschaft mit dem Leipziger Start-up Rhebo eingegangen. Das Technologieunternehmen bietet eine industrielle Anomalieerkennung, um industrielle Netzwerke (Industrial Control Systems) gegen technische Fehlerzustände und Cyberangriffe lückenlos abzusichern. Die Lösung von Rhebo analysiert dafür kontinuierlich die Netzwerkkommunikation und meldet in Echtzeit jegliche Veränderungen dieser. Dadurch werden auch Bedrohungen und verdächtige Kommunikationsmuster sichtbar, die bislang unbekannt oder unentdeckt blieben und damit die Sicherheit und Kontinuität industrieller Umgebungen gefährden.

Die VNG Innovation GmbH sieht bei Rhebo viel Potenzial, die Informations- und Kommunikationstechnologien u. a. von Stadtwerken, Netzbetreibern und Industriekunden sicherer zu machen. „Auch in der Gaswirtschaft müssen Gasförderanlagen, Gasspeicher, Fernleitungsnetze sowie die Gasverteilernetze vor Angriffen sicher sein. Als deutsches Technologieunternehmen tritt Rhebo an, digitale Netzwerke vor Cyberattacken verlässlich zu schützen. Deshalb freuen wir uns, mit Rhebo an einem weiteren innovativen Leipziger Start-up beteiligt zu sein, dass die Zeichen der Zeit erkannt hat“, erklärt Andreas Franke, Geschäftsführer der VNG Innovation GmbH.

Die Bedrohung der Informations- und Kommunikationstechnologie-Systeme von digitalen Infrastrukturen, wie bspw. in der Energieversorgung oder in der Industrie nehmen zu. Angriffe gefährden nicht nur die Versorgungssicherheit der Allgemeinheit, sondern ebenso effiziente Produktionsprozesse. Stark vernetzte industrielle Umgebungen benötigen deshalb ein integrales Sicherheitskonzept, das die Netzwerke als Nervensystem der Industrie 4.0 und des Industriellen Internet der Dinge (IIoT) vollständig überwacht.

„Mit der VNG Innovation GmbH konnten wir einen starken strategischen Partner hinzugewinnen, der einen unserer Kernmärkte, den der Kritischen Infrastrukturen, bestens kennt“, erläutert Klaus Mochalski, CEO von Rhebo, die Entscheidung für den Investitionspartner. „Damit können wir das gesunde Wachstum der letzten Jahre steigern und unsere Technologie entsprechend der zunehmenden Anforderungen an industrielle Steuerungsnetze weiterentwickeln. Der Bedarf an neu gedachten Lösungen zum lückenlosen Monitoring von Steuerungsnetzen auf technische Fehlerzustände und verdeckte Cyberangriffe ist klar gestiegen, nicht zuletzt durch das IT-Sicherheitsgesetz und die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen“, so Mochalski.

Die Anomalieerkennung ist eine Methode der Gefahrenabwehr im Rahmen der IT- und OT- (Operational Technology) Sicherheit. Eine Anomalie beschreibt dabei jede Veränderung der erlaubten und bekannten Standardkommunikation in Netzen. Dies kann eine Malware oder Cyberattacke sein. Auch fehlerhafte Datenpakete oder durch Netzwerkprobleme, Kapazitätsengpässe oder Anlagenfehler verursachte Kommunikationsveränderungen stellen eine Anomalie dar.

Rhebo hat bereits in den Branchen Automatisierung, Automotive und Kritische Infrastrukturen die Wirksamkeit ihrer industriellen Anomalieerkennung unter Beweis gestellt. Mehrfach konnte Kontinuität und Cybersicherheit von Steuerungsnetzen und Fernwirksystemen sichergestellt werden.

Mit dem Rhebo Industrial Protector kann in industriellen Anlagen die Steuerungskommunika-tion einschließlich der Schaltanlagen-, Fernwirk- und Netzleittechnik überwacht werden. Dies geschieht lückenlos und rückwirkungsfrei. Dabei wird ein verdächtiger Vorgang – eine Anomalie – nicht sofort geblockt, sondern in Echtzeit gemeldet. Abweichende Operationsverläufe, die zu Anlagenausfällen führen können, wie z. B. Netzwerkprobleme und Maschinenstörungen, werden erkannt, nach Risiko bewertet und gemeldet. Die Anomaliemeldung in Echtzeit unterstützt den Betreiber der Anlagen Veränderungen zu erkennen und sofort zu reagieren.

 

VNG-Gruppe

Die VNG-Gruppe mit dem in Leipzig ansässigen Mutterunternehmen VNG AG ist ein Unternehmensverbund der europäischen Gaswirtschaft mit 15 vollkonsolidierten Gesellschaften in acht Ländern. Das Kerngeschäft gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche Exploration & Produktion, Handel & Vertrieb, Transport sowie Speicher. Die VNG-Gruppe beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von rund 10,3 Mrd. Euro. Mehr unter www.vng.de.

VNG Innovation GmbH

Die VNG Innovation GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der VNG AG. Sie wurde 2015 gegründet und soll strategische Partnerschaften mit Start-ups eingehen, die sich insbesondere mit Themen der Energiewirtschaft auseinandersetzen. Die Investitionsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Energieeffizienz, Energiespeicherung, Energieumwandlung, Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit. Über ein Kontaktformular auf der Unternehmenswebseite können sich Gründer, die zu dieser Beschreibung passen, bewerben. Mehr unter www.vng-innovation.de.

Rhebo GmbH

Rhebo ist ein deutsches Technologieunternehmen, das sich auf die Ausfallsicherheit industrieller Steuersysteme mittels Überwachung der Datenkommunikation spezialisiert hat. Rhebo bietet Hardware, Software und Dienstleistungen, um vernetzte industrielle Steuerungssysteme und Kritische Infrastrukturen zu schützen und ihre Produktivität zu steigern. Rhebo ist einer der 30 Top-Anbieter für die industrielle Sicherheit in Gartners »Marktführer für betriebstechnische Sicherheit 2017«. Das Unternehmen ist zudem Mitglied im Teletrust – Bundesverband IT-Sicherheit e.V. Mehr unter www.rhebo.com.